Das Wichtigste in Kürze:
Tollwut ist bei Katzen zwar selten, verläuft nach Auftreten der Symptome jedoch immer tödlich. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Bisse infizierter Tiere. Eine Behandlung ist nicht möglich, daher ist die vorbeugende Impfung der wirksamste Schutz. Bereits der Verdacht auf Tollwut ist meldepflichtig.
Tollwut bei Katzen: Symptome erkennen, Übertragung verstehen, Risiken richtig einschätzen und erfahren, warum Impfung und Prävention entscheidend sind.
Tollwut ist eine der gefürchtetsten Infektionskrankheiten bei Tieren. Bei Katzen ist sie zwar selten geworden, doch nach dem Auftreten erster Symptome verläuft sie immer tödlich. Häufig wird die Gefahr unterschätzt – dabei kann bereits ein einziger Biss ausreichen, um schwerwiegende Folgen für Tier und Mensch nach sich zu ziehen. Die Erkrankung beginnt oft unauffällig, schreitet schleichend voran und endet ohne Ausnahme tödlich. Für Dich als Katzenhalter:in bedeutet das vor allem eines: Wissen ist der wichtigste Schutz. Wer versteht, wie Tollwut übertragen wird, welche Symptome auftreten können und warum die Impfung eine zentrale Rolle spielt, kann Risiken realistisch einschätzen und im Ernstfall richtig handeln. Dieser Artikel gibt Dir eine fundierte, sachliche Orientierung – ohne Panik, aber mit der nötigen Klarheit.
Was ist Tollwut bei Katzen?
Kurz erklärt:
Tollwut ist eine virale Infektionskrankheit, die das zentrale Nervensystem befällt. Bei Katzen verläuft sie unbehandelt immer tödlich. Sie gehört zu den Zoonosen und kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden.
Tollwut ist eine virale Infektionskrankheit, die das zentrale Nervensystem befällt und bei Katzen immer tödlich verläuft. Sie zählt zu den klassischen Zoonosen und kann somit vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Deutschland gilt seit 2008 als frei von terrestrischer (klassischer) Tollwut. Da tollwutverwandte Viren (Lyssaviren) jedoch weiterhin bei Fledermäusen vorkommen, besteht ein Restrisiko. Für Katzen ist die Erkrankung besonders heimtückisch, da die ersten Symptome unspezifisch sind. Ein sicheres Erkennen ist zu Lebzeiten kaum möglich. Deshalb stehen Prävention, rechtliche Vorgaben und schnelles Handeln bei Verdacht im Mittelpunkt jeder verantwortungsvollen Vorsorge.

Definition: Tollwut
Tollwut ist eine akute Viruserkrankung, die durch das Rabies-Virus verursacht wird. Nach der Infektion wandert der Erreger entlang der Nervenbahnen in Richtung Gehirn. Dort verursacht er schwere Entzündungen, die zu Verhaltensänderungen, Lähmungen und schließlich zum Tod führen. Eine Therapie existiert nicht. Die Krankheit endet bei ungeimpften Katzen ausnahmslos tödlich. Aufgrund des hohen Risikos für Mensch und Tier unterliegt die Tollwut strengen gesetzlichen Meldepflichten und seuchenrechtlichen Maßnahmen.
ℹ: Vom Biss zum Gehirn
1. Bissverletzung durch infiziertes Tier
2. Virusvermehrung im Muskelgewebe
3. Wanderung entlang der Nervenbahnen
4. Befall von Rückenmark und Gehirn
5. Auftreten neurologischer Symptome
Der Erreger: Das Rabies-Virus
Das Rabies-Virus gehört zur Familie der Rhabdoviren und ist hoch neurotrop, das heißt, es befällt gezielt Nervenzellen. Es befindet sich in hoher Konzentration im Speichel infizierter Tiere. Besonders gefährlich ist seine Fähigkeit, sich unbemerkt im Körper auszubreiten, bevor Symptome auftreten. Das Virus ist außerhalb des Körpers relativ instabil und wird durch Bisse direkt übertragen. Eine korrekt durchgeführte Tollwutimpfung bietet einen sehr hohen und zuverlässigen Schutz davor, dass sich das Virus im Nervensystem ausbreitet.

ℹ: Das Rabies-Virus
• Befällt gezielt Nervenzellen
• Hohe Viruskonzentration im Speichel
• Außerhalb des Körpers instabil
• Übertragung fast ausschließlich durch Bisse
• Impfung verhindert Virusausbreitung
Wie breitet sich die Krankheit aus?
Nach dem Eindringen über eine Bisswunde vermehrt sich das Rabies-Virus zunächst lokal im Muskelgewebe. Anschließend wandert es über periphere Nervenbahnen langsam in Richtung Rückenmark und Gehirn. Diese sogenannte Inkubationszeit kann Wochen bis Monate dauern. Erst wenn das zentrale Nervensystem erreicht ist, treten sichtbare Symptome auf. Ab diesem Zeitpunkt ist der Krankheitsverlauf nicht mehr aufzuhalten. Genau diese Verzögerung macht Tollwut so gefährlich und schwer erkennbar.


Übertragung und Ansteckung von Tollwut bei Katzen
Kurz erklärt:
Tollwut wird bei Katzen fast immer durch den Biss eines infizierten Tieres übertragen. Dabei gelangt das Virus über den Speichel direkt in die Wunde. Bereits ein einziger Biss reicht aus, um die Infektion auszulösen. Andere Übertragungswege spielen im Alltag praktisch keine Rolle.
Katzen infizieren sich fast ausschließlich durch den Kontakt mit bereits erkrankten Tieren. Entscheidend ist dabei nicht die Häufigkeit, sondern die Art des Kontakts. Besonders gefährdet sind Freigänger mit Jagdtrieb sowie Katzen in Grenzregionen. Auch wenn die Fallzahlen niedrig sind, bleibt die Tollwut relevant, da jeder Verdachtsfall weitreichende Konsequenzen für Tierhalter und ihr Umfeld hat. Deshalb ist es wichtig, die Übertragungswege realistisch einzuschätzen und die Risiken nicht zu unterschätzen.

✅ Checkliste: Welche Katzen sind besonders gefährdet?
• Freigänger mit Jagdtrieb
• Katzen in Grenzregionen
• Tiere ohne aktuellen Impfschutz
• Importierte oder zugelaufene Katzen
• Katzen mit Kontakt zu Wildtieren
Wie steckt sich eine Katze mit Tollwut an?
Die häufigste Ansteckungsquelle ist der Biss eines infizierten Wildtieres, beispielsweise eines Fuchses oder Marders. Dabei gelangt das Virus über den Speichel direkt in die Wunde. Auch Kratzer oder offene Hautstellen können ein Risiko darstellen. Eine Übertragung erfolgt fast immer durch den Biss eines infizierten Tieres oder den Kontakt von Speichel mit offenen Wunden. Andere Übertragungswege spielen im Alltag praktisch keine Rolle. Hauskatzen ohne Freigang sind nur dann gefährdet, wenn sie Kontakt zu infizierten Tieren haben.
⚠️ Übertragungswege im Überblick
• Biss durch infiziertes Wildtier
• Kontakt von Speichel mit offenen Wunden
• Kratzer mit Speichelkontakt
• ❌ Keine Übertragung über Luft oder Futter
Ist Tollwut von der Katze auf den Menschen übertragbar?
Ja, Tollwut ist eine Zoonose, die von Katzen auf den Menschen übertragen werden kann. Eine Ansteckung ist durch Bisse, Kratzer oder den Kontakt von infiziertem Speichel mit offenen Wunden oder Schleimhäuten möglich. Unbehandelt verläuft die Erkrankung auch beim Menschen tödlich, weshalb jeder Verdachtsfall als medizinischer Notfall gilt. Eine Postexpositionsprophylaxe (Schutzbehandlung nach Kontakt) kann das Ausbrechen der Krankheit verhindern, sofern sie rechtzeitig erfolgt.

⚠️ Was tun nach Kontakt?
• Kontakt sofort abbrechen
• Wunde nicht selbst versorgen
• Umgehend medizinische Hilfe suchen
• Kontakt dem Arzt mitteilen
• Tierärztliche Abklärung einleiten
Wie häufig ist Tollwut bei Katzen?
In Deutschland kommt es nur noch sehr selten zu Tollwutfällen bei Katzen. Dank flächendeckender Impfprogramme bei Wildtieren gilt das Land als weitgehend tollwutfrei. Einzelne Fälle entstehen meist durch importierte Tiere oder illegale Einfuhren aus Risikogebieten. Die Seltenheit dieser Fälle darf jedoch nicht zu Unachtsamkeit führen. Aufgrund der hohen Gefahr reicht bereits ein einziger Fall aus, um umfangreiche behördliche Maßnahmen auszulösen.
📈 Tollwut bei Katzen in Deutschland
• Deutschland gilt seit 2008 als weitgehend frei von klassischer (terrestrischer) Tollwut
• Tollwutfälle bei Katzen sind sehr selten und treten nur vereinzelt auf
• Einzelne Fälle stehen meist im Zusammenhang mit importierten Tieren oder illegalen Verbringungen
• Tollwutverwandte Viren (Lyssaviren) kommen weiterhin bei Fledermäusen vor
• Jeder Verdachtsfall ist meldepflichtig und zieht behördliche Maßnahmen nach sich
Symptome und Krankheitsverlauf bei Tollwut
Wichtig zu wissen:
Die ersten Symptome von Tollwut bei Katzen sind oft unspezifisch und schwer einzuordnen. Veränderungen im Verhalten wirken zunächst harmlos und werden deshalb häufig übersehen. Erst wenn deutliche neurologische Anzeichen wie Aggressivität, Schluckstörungen oder Lähmungen auftreten, ist der Krankheitsverlauf nicht mehr aufzuhalten. Ab diesem Zeitpunkt endet die Erkrankung immer tödlich. Genau diese Verzögerung macht Tollwut so gefährlich. Wer frühe Warnsignale kennt und Veränderungen ernst nimmt, kann im Verdachtsfall schneller und verantwortungsvoll handeln.
Der Krankheitsverlauf der Tollwut verläuft in mehreren Stadien, die sich hinsichtlich Symptomen, Risiko und Verlauf deutlich unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Phasen und ihre Bedeutung für Mensch und Tier:

Das Frühstadium: Verhaltensänderungen und erste Anzeichen
Im Frühstadium zeigen betroffene Katzen oft subtile Veränderungen. Sie wirken ungewöhnlich unruhig, ziehen sich zurück oder werden auffällig anhänglich. Auch Appetitlosigkeit, leichtes Fieber oder ein verändertes Putzverhalten können auftreten. Diese Phase kann mehrere Tage andauern und bleibt häufig unbemerkt. Gerade weil die Symptome so unspezifisch sind, wird Tollwut in diesem Stadium selten erkannt. Dennoch ist besondere Vorsicht geboten, vor allem bei ungeklärten Bissverletzungen oder Wildkontakt.
✅ Checkliste: Frühe Warnsignale
• Unruhe oder Rückzug
• Ungewöhnliche Anhänglichkeit
• Appetitlosigkeit
• Fieber
• Auffälliges Putzverhalten
Das wütende Stadium: Aggressivität und weitere typische Merkmale
Im wütenden Stadium treten deutliche neurologische Symptome auf. Die Katze reagiert plötzlich aggressiv, zeigt eine ausgeprägte Reizbarkeit und kann ohne erkennbaren Anlass beißen. Häufig kommen vermehrter Speichelfluss, Schluckstörungen sowie eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen hinzu. Viele Tiere wirken orientierungslos oder panisch. In dieser Phase ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch, da sich das Virus in großer Menge im Speichel befindet.

⚠️ Sicherheits-Hinweise
• Katze nicht berühren
• Kontakt zu Menschen vermeiden
• Andere Tiere fernhalten
• Tierarzt oder Veterinäramt informieren
Das stille Stadium: Lähmung und Tod
Im stillen Stadium kommt es zu fortschreitenden Lähmungen. Zunächst sind häufig die Hintergliedmaßen betroffen, später auch die Atemmuskulatur. Die Katze zieht sich zurück, kann kaum noch schlucken und verliert zunehmend die Kontrolle über ihre Bewegungen. Dieses Stadium verläuft meist ruhiger als die aggressive Phase, ist jedoch ebenso unumkehrbar. Der Tod tritt in der Regel innerhalb weniger Tage durch Atemlähmung ein.

ℹ: Neurologische Ausfälle
• Beginnende Lähmungen
• Schluckstörungen
• Atemprobleme
• Rückzug
• Tod durch Atemlähmung
Diagnose von feliner Tollwut
Eine sichere Diagnose von Tollwut ist bei lebenden Katzen nicht möglich. Die Symptome ähneln denen anderer neurologischer Erkrankungen und lassen keine eindeutige Abgrenzung zu. Deshalb basiert der Umgang mit Verdachtsfällen auf einer sorgfältigen Risikoabwägung, der Vorgeschichte des Tieres und gesetzlichen Vorgaben. Entscheidend sind Informationen zu möglichen Bissverletzungen, Wildkontakt, Impfstatus und Herkunft der Katze. Im Mittelpunkt steht stets der Schutz von Menschen und anderen Tieren. Bereits bei Unsicherheit gilt: lieber melden als abwarten.
Bereits der Verdacht auf Tollwut erfordert eine sofortige tierärztliche und behördliche Abklärung.
✅ Verdacht ja oder nein?
• Kontakt zu Wildtier?
• Bissverletzung vorhanden?
• Impfstatus bekannt?
• Neurologische Symptome?
→ Bei Unsicherheit: immer melden
Was tun bei Tollwut-Verdacht?
Besteht der Verdacht auf Tollwut, darf die Katze nicht mehr berührt werden. Jeder Kontakt mit Speichel oder Bissverletzungen stellt ein ernstes Risiko dar. Der Verdacht muss unverzüglich einem Tierarzt oder dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden, da Tollwut meldepflichtig ist. Eigenständige Entscheidungen sind nicht zulässig. Je nach Situation ordnen die Behörden Quarantäne, Beobachtung oder weitere seuchenrechtliche Maßnahmen an. Ziel ist es, mögliche Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.
⚠️ Sofortmaßnahmen
• Abstand halten
• Keine Selbstbehandlung
• Tierarzt informieren
• Veterinäramt kontaktieren
• Anweisungen befolgen
Wie wird Tollwut bei Katzen festgestellt?
Der definitive Nachweis einer Tollwutinfektion ist nur nach dem Tod der Katze möglich. Dafür werden Proben aus dem Gehirngewebe im Labor untersucht. Zum Einsatz kommen spezielle Verfahren wie der direkte Immunfluoreszenztest, mit dem virusspezifische Antigene nachgewiesen werden. Ergänzend können molekularbiologische Methoden wie PCR eingesetzt werden. Charakteristische Negri-Körper liefern zusätzliche diagnostische Hinweise. Eine Untersuchung lebender Tiere ist nicht möglich.

Rechtliche Situation: Meldepflicht und Quarantäne
Tollwut zählt in Deutschland zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Bereits der Verdacht muss unverzüglich dem Veterinäramt gemeldet werden. Abhängig vom Impfstatus, der Exposition und dem Risiko ordnen die Behörden Maßnahmen wie Quarantäne, Beobachtung oder weitergehende seuchenrechtliche Schritte an. Diese Vorgaben sind gesetzlich geregelt und dienen dem Schutz der Öffentlichkeit. Eigenmächtiges Handeln oder Abwarten kann schwerwiegende Konsequenzen haben.
⚖ Wichtig zu wissen:
• Diagnose nur nach dem Tod
• Meldepflicht bereits bei Verdacht
• Maßnahmen gesetzlich geregelt
• Schutz der Öffentlichkeit steht im Fokus
Behandlung von Tollwut bei Katzen
Tollwut gehört zu den wenigen Infektionskrankheiten, bei denen eine medizinische Behandlung keine Heilung ermöglichen kann. Sobald klinische Symptome auftreten, ist der Krankheitsverlauf unumkehrbar. Der Fokus liegt daher ausschließlich auf Prävention, Risikominimierung und dem Schutz von Menschen sowie anderer Tiere. Bei einem bestätigten oder hochgradigen Verdacht greifen klare rechtliche Vorgaben, die konsequent umgesetzt werden müssen. Diese Maßnahmen dienen dem Seuchenschutz und sind Ausdruck verantwortungsvoller Tiergesundheit.

ℹ: Warum es keine Therapie gibt:
• Virus befällt Nervensystem
• Keine wirksamen Medikamente
• Symptome nicht reversibel
• Fokus liegt auf Prävention
Behandlungsmöglichkeiten bei Tollwut
Gegen Tollwut bei Katzen existieren keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten. Hat das Virus das zentrale Nervensystem erreicht, können weder antivirale Medikamente noch unterstützende Maßnahmen den Verlauf aufhalten. Tierärztliche Maßnahmen beschränken sich auf die Abklärung des Verdachts und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Ziel ist es, weitere Ansteckungen zu verhindern. Jede Form von Abwarten oder Selbstbehandlung erhöht das Risiko für Mensch und Tier erheblich.
Fakten: Was möglich ist ✅– und was nicht ❌:
✅ Prävention durch Impfung
✅ Schutzmaßnahmen
❌ Heilung
❌ Abwarten
❌ Selbstbehandlung
Ist Tollwut heilbar?
Nein – Tollwut ist bei Katzen nicht heilbar. Sobald klinische Symptome auftreten, endet die Erkrankung immer tödlich. Das Virus verursacht irreversible Schäden im zentralen Nervensystem, die nicht rückgängig gemacht werden können. Auch intensive tierärztliche Maßnahmen können den Verlauf nicht stoppen. Der einzige wirksame Schutz besteht in einer vorbeugenden Impfung sowie im konsequenten Handeln nach möglichem Kontakt mit dem Erreger.

Schutz vor Tollwut bei Katzen
Der wirksamste Schutz vor Tollwut ist die vorbeugende Impfung. Sie verhindert, dass sich das Virus im Körper der Katze ausbreiten kann. Besonders Freigänger sind durch Jagdverhalten und mögliche Wildkontakte gefährdet, profitieren aber auch rechtlich von einem gültigen Impfschutz. Neben der Impfung gehören verantwortungsvolle Tierhaltung, das Vermeiden von Wildkontakten und ein umsichtiges Verhalten nach Bissverletzungen zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen. Prävention schützt nicht nur die Katze, sondern auch ihr gesamtes Umfeld.

✅ Checkliste: So schützt Du Deine Katze
• Regelmäßige Impfung
• Wildkontakte vermeiden
• Bissverletzungen ernst nehmen
• Impfpass aktuell halten
Katze gegen Tollwut impfen
Die Tollwutimpfung schützt Katzen effektiv vor einer Infektion. Sie wird in der Regel im Kittenalter begonnen und anschließend in festgelegten Abständen aufgefrischt. Für Freigänger, Reisen ins Ausland oder den Aufenthalt in Grenzregionen ist sie besonders wichtig. Auch Wohnungskatzen können indirekt gefährdet sein, etwa durch eingeschleppte Wildtiere. Ein gültiger Impfschutz bietet Sicherheit für die Katze und ist im Verdachtsfall entscheidend für behördliche Maßnahmen.

Schutz der Tollwutimpfung bei Katzen
Nach einer vollständigen Grundimmunisierung bietet die Tollwutimpfung einen zuverlässigen Schutz. Die Dauer der Immunität hängt vom verwendeten Impfstoff ab und liegt in der Regel zwischen einem und drei Jahren. Regelmäßige Auffrischungen sind notwendig, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Im Verdachtsfall spielt ein gültiger Impfstatus eine zentrale Rolle bei der Entscheidung über behördliche Maßnahmen.
Nebenwirkungen der Tollwutimpfung bei Katzen
Nebenwirkungen der Tollwutimpfung sind selten und meist mild. Möglich sind kurzfristige Müdigkeit, leichtes Fieber oder eine vorübergehende Schwellung an der Injektionsstelle. Schwere Impfreaktionen treten nur sehr selten auf. Angesichts der tödlichen Verlaufsform der Erkrankung überwiegt der Nutzen der Impfung die potenziellen Risiken deutlich, insbesondere bei Freigängern.
Kosten für die Tollwutimpfung bei Katzen
Die Kosten für eine Tollwutimpfung bei Katzen variieren je nach Tierarztpraxis, Region und Gebührenordnung. In der Regel liegen sie im unteren bis mittleren zweistelligen Bereich. Zusätzliche Kosten können durch eine allgemeine Untersuchung oder Beratung entstehen. Insgesamt ist die Impfung eine vergleichsweise günstige Vorsorgemaßnahme, insbesondere im Vergleich zu den Folgen eines Tollwutverdachts.
💶 Kosten: Tollwutimpfung bei Katzen:
• Kosten meist im unteren zweistelligen Bereich
• Abhängig von Tierarztpraxis und Gebührenordnung
• Zusatzkosten durch Untersuchung oder Beratung möglich
• Regelmäßige Impfung als effektive Vorsorgemaßnahme
• Deutlich günstiger als Maßnahmen bei einem Verdachtsfall
Tollwutimpfung bei Menschen
Eine Tollwutimpfung ist für Menschen sinnvoll, wenn ein erhöhtes Risiko besteht. Dazu zählen vor allem Tierärzte, Personen mit häufigem Tierkontakt sowie Reisende in Regionen mit hoher Tollwutverbreitung. Nach einem möglichen Kontakt mit dem Virus ist eine sogenannte Postexpositionsprophylaxe erforderlich. Diese kann das Ausbrechen der Erkrankung verhindern, sofern sie frühzeitig und vollständig durchgeführt wird. Eine schnelle ärztliche Abklärung ist entscheidend.
⚠️ Wichtig zu wissen:
• Übertragung durch Bisse und Kratzer möglich
• Speichelkontakt mit offenen Wunden oder Schleimhäuten riskant
• Unbehandelt verläuft Tollwut beim Menschen tödlich
• Jeder Verdacht gilt als medizinischer Notfall
• Sofortige ärztliche Abklärung erforderlich
Fazit: Tollwut bei Katzen
Tollwut ist bei Katzen zwar selten, verläuft nach Ausbruch der Symptome jedoch immer tödlich. Für Dich als Katzenhalter:in bedeutet das vor allem, aufmerksam zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen. Wenn Du die Risiken kennst, Veränderungen im Verhalten ernst nimmst und im Verdachtsfall richtig handelst, schützt Du nicht nur Deine Katze, sondern auch Dich selbst und andere. Die vorbeugende Impfung ist dabei der wichtigste Schutzfaktor. Wissen, Vorsorge und konsequentes Handeln geben dir Sicherheit im Umgang mit einer Krankheit, die keine zweite Chance lässt. Das schafft Vertrauen.

Wichtiger Hinweis
Die Inhalte dieses Artikels dienen der Information und ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht auf Tollwut wende Dich bitte umgehend an einen Tierarzt oder das zuständige Veterinäramt.
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Fachredaktion Tiergesundheit: Dieser Beitrag wurde von einer unabhängigen Fachredaktion auf Grundlage aktueller veterinärmedizinischer Erkenntnisse verfasst.
Quellenverzeichnis
Robert Koch-Institut (2025):
Tollwut (Rabies) – Informationen zu Erreger, Übertragung, Prävention und Meldung.
Zugriff am 14.01.2026
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2021):
Tollwut – Tierseuche und rechtliche Maßnahmen.
URL: https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tiergesundheit/tierseuchen/tollwut.html
Zugriff am 14.01.2026
gesund.bund.de (2024):
Tollwut – Ursachen, Symptome, Übertragung und Vorbeugung.
URL: https://gesund.bund.de/tollwut
Zugriff am 14.01.2026
European Advisory Board on Cat Diseases (ABCD) (2023):
Guideline for Good Vaccination Practices – Rabies.
URL: https://www.abcdcatsvets.org/guideline-for-good-vaccination-practices/
Zugriff am 14.01.2026
Häufig gestellte Fragen – Tollwut bei Katzen
Tollwut ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit, die das zentrale Nervensystem befällt. Bei Katzen verläuft sie nach Auftreten klinischer Symptome immer tödlich. Die Übertragung erfolgt meist durch den Biss infizierter Tiere, da sich das Virus im Speichel befindet. Nach der Infektion wandert der Erreger entlang der Nervenbahnen zum Gehirn und verursacht schwere neurologische Schäden. Aufgrund der hohen Gefahr für Mensch und Tier zählt Tollwut zu den streng überwachten Tierseuchen.
Deutschland gilt seit 2008 als weitgehend frei von klassischer, terrestrischer Tollwut. Dennoch besteht ein geringes Restrisiko, etwa durch importierte Tiere, illegale Verbringungen oder Kontakte mit infizierten Tieren aus Risikogebieten. Zudem kommen tollwutverwandte Viren weiterhin bei Fledermäusen vor. Auch wenn Erkrankungen selten sind, bleibt Tollwut relevant, da bereits ein einzelner Fall umfangreiche behördliche Maßnahmen auslösen kann.
Die wütende Form äußert sich vor allem durch Aggressivität, starke Reizbarkeit, unkontrollierte Bissversuche, vermehrten Speichelfluss und Schluckstörungen. Die stille Form verläuft ruhiger und ist durch fortschreitende Lähmungen, Rückzug und Bewegungsstörungen gekennzeichnet. Beide Formen betreffen das Nervensystem, können ineinander übergehen und enden bei Katzen immer tödlich. Das Ansteckungsrisiko ist besonders hoch, sobald neurologische Symptome auftreten.
Die frühen Symptome sind meist unspezifisch und äußern sich durch Verhaltensänderungen wie Unruhe, Rückzug oder ungewöhnliche Anhänglichkeit. Später treten deutliche neurologische Anzeichen auf, etwa Aggressivität, Schluckstörungen, vermehrter Speichelfluss, Lähmungen oder Orientierungslosigkeit. Da diese Symptome auch andere Ursachen haben können, ist eine sichere Diagnose ohne Laboruntersuchung nicht möglich. Bei Verdacht sollte sofort tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Die Inkubationszeit bei Katzen kann stark variieren und reicht von mehreren Wochen bis zu mehreren Monaten. In dieser Phase zeigt die Katze keine Symptome, obwohl das Virus bereits im Körper vorhanden ist. Die Dauer hängt unter anderem von der Bissstelle, der aufgenommenen Virusmenge und dem Immunstatus der Katze ab. Erst wenn das zentrale Nervensystem erreicht ist, treten klinische Anzeichen auf, und der Krankheitsverlauf ist nicht mehr aufzuhalten.
Ja, eine an Tollwut erkrankte Katze kann andere Haustiere anstecken. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Bisse oder wenn infizierter Speichel mit offenen Wunden oder Schleimhäuten in Kontakt kommt. Besonders gefährlich ist die Phase, in der neurologische Symptome auftreten, da das Virus dann in hoher Konzentration im Speichel vorhanden ist. Deshalb gelten strenge Schutz- und Meldepflichten bei jedem Verdachtsfall.
Ja, Tollwut ist eine Zoonose und kann von Katzen auf den Menschen übertragen werden. Dies geschieht meist durch Bisse, Kratzer oder wenn infizierter Speichel mit verletzter Haut oder Schleimhäuten in Kontakt kommt. Unbehandelt verläuft die Erkrankung auch beim Menschen tödlich. Jeder Verdachtsfall gilt daher als medizinischer Notfall und erfordert eine sofortige ärztliche Abklärung sowie gegebenenfalls eine Postexpositionsprophylaxe.
Die Tollwutimpfung ist der wirksamste Schutz gegen die Erkrankung. Sie wird insbesondere für Freigänger, Katzen in Grenzregionen sowie für reisende Tiere dringend empfohlen. Aber auch Wohnungskatzen können indirekt gefährdet sein. Im Verdachtsfall spielt der Impfstatus eine entscheidende Rolle für behördliche Maßnahmen. Eine gültige Impfung schützt nicht nur die Katze, sondern auch Menschen und andere Tiere im Umfeld.
Nach der Grundimmunisierung erfolgt die erste Auffrischungsimpfung in der Regel nach einem Jahr. Danach hängt das Impfintervall vom verwendeten Impfstoff ab und liegt meist zwischen ein und drei Jahren. Das individuelle Schema legt der Tierarzt fest. Ein aktueller Impfschutz ist wichtig, um im Verdachtsfall rechtlich abgesichert zu sein und schwere seuchenrechtliche Maßnahmen zu vermeiden.
Die Kosten für eine Tollwutimpfung bei Katzen liegen in Deutschland meist im unteren bis mittleren zweistelligen Bereich. Der genaue Preis hängt von der Tierarztpraxis, der Region und möglichen Zusatzleistungen wie einer allgemeinen Untersuchung ab. Trotz dieser Kosten ist die Impfung eine sehr kosteneffiziente Vorsorgemaßnahme, insbesondere im Vergleich zu den erheblichen Folgen eines Tollwutverdachts für Tier und Halter.
In Deutschland besteht keine generelle Impfpflicht für Freigänger. Für Auslandsreisen oder Grenzübertritte ist eine gültige Tollwutimpfung jedoch gesetzlich vorgeschrieben. Zudem spielt der Impfstatus im Verdachtsfall eine entscheidende Rolle für behördliche Maßnahmen wie Quarantäne oder Beobachtung. Für Freigänger wird die Impfung daher dringend empfohlen, auch wenn sie rechtlich nicht verpflichtend ist.
Nach einem Biss durch ein verdächtiges Tier sollte der Kontakt zur Katze möglichst eingeschränkt werden. Die Wunde darf nicht eigenständig versorgt werden. Informiere umgehend einen Tierarzt oder das zuständige Veterinäramt. Das weitere Vorgehen wird behördlich festgelegt und hängt entscheidend vom Impfstatus der Katze ab. Schnelles, korrektes Handeln schützt Menschen und andere Tiere vor einer möglichen Infektion.
Ja, bereits der Verdacht auf Tollwut ist meldepflichtig. Tierhalter sind verpflichtet, unverzüglich einen Tierarzt oder das zuständige Veterinäramt zu informieren. Eigenständige Entscheidungen oder Abwarten sind nicht zulässig. Die Meldepflicht dient dem Schutz der Öffentlichkeit und der frühzeitigen Unterbrechung möglicher Infektionsketten.
Bei einem bestätigten Tollwutfall oder einem hochgradigen Verdacht greifen in Deutschland seuchenrechtliche Maßnahmen. Welche Schritte angeordnet werden, hängt unter anderem vom Impfstatus, der Exposition und der Risikobewertung durch die Behörden ab. Möglich sind Quarantäne und behördliche Beobachtung, in einzelnen Fällen auch weitergehende Maßnahmen bis hin zur angeordneten Euthanasie. Ziel ist stets der Schutz von Menschen und anderen Tieren sowie die Unterbrechung möglicher Infektionsketten.
Nein, Tollwut ist bei Katzen nicht heilbar. Sobald klinische Symptome auftreten, endet die Erkrankung immer tödlich. Das Virus verursacht irreversible Schäden im zentralen Nervensystem, die nicht rückgängig gemacht werden können. Auch intensive tierärztliche Maßnahmen können den Verlauf nicht stoppen. Der einzige wirksame Schutz besteht in der vorbeugenden Impfung und im konsequenten Handeln nach möglichem Kontakt mit dem Erreger.